Ecoportraits


Umwelt, Gesellschaft und Kultur in Lateinamerika

Hierzulande gewinnen Umweltkrisen zwar stetig an Präsenz, in Lateinamerika sind diese allerdings– sichtbar oder unsichtbar – massiv in nächster Nachbarschaft zu finden: gerodete Regenwälder, Müllberge, Wassermangel und Abwasserprobleme, kontaminierte Böden, Luftverschmutzung, Verlust der Biodiversität – die Liste ließe sich noch viel weiter fortsetzen, doch anstelle einer bloßen Bestandsaufnahme zielen unsere Ecoportaits Lateinamerika darauf ab, die spezifischen wie weltweiten Umweltproblematiken im Dialog mit sensibilisierten SchriftstellerInnen, engagierten JournalistInnen, couragierten AktivistInnen und weiteren ökokritischen Simmen aus Lateinamerika aufzuzeigen – eingebettet in grundlegende Informationen zu regionalen politischen und sozialen Strukturen sowie zu globalen Vernetzungen.

So vielfältig und unterschiedlich die Umweltproblematiken und die mit ihnen verbundenen Herausforderungen sind, so heterogen gestalten sich auch die Ecoportraits in ihrem Inhalt und in ihrem Format. Unsere GesprächspartnerInnen aus Lateinamerika sind diejenigen, die inhaltlich die entscheidenden Akzente setzen und vor allem die Botschaften kommunizieren, die ihnen besonders am Herzen liegen. Auch die mitwirkenden InterviewerInnen – mehrheitlich Mitglieder des Romanischen Seminars der Universität Siegen – haben ihre jeweils eigene Foki und individuelle Erkenntnisinteressen, die sie in die Gestaltung einfließen lassen. Einige Beiträge sind zuvorderst als Podcast gestaltet, andere kombinieren visuelle Eindrücke mit verschriftlichten Begegnungserfahrungen – sie alle eint der Wunsch, die Virulenz der Umweltkrisen in Lateinamerika auf eine möglichst nahbare Art und Weise spürbar zu machen.

Die Ecoportraits Lateinamerika befinden sich in statu nascendi und werden laufend durch weitere Beiträge ergänzt. Die Inhalte sind auf Deutsch oder Englisch verfasst beziehungsweise entsprechend untertitelt.

  • Ecoportrait: Argentinien

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  • Ecoportrait: Brasilien

    Klima- und Grenzkonflikte in Brasilien werden durch Literatur sichtbar: Interview mit Morgana Kretzmann über ihren Roman Água Turva (2024).

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  • Ecoportrait: Kolumbien

    Wasser ist im Putumayo nicht nur Naturressource, sondern Lebensgrundlage, Erinnerung und Machtfrage. Der Beitrag begleitet Stationen im Süden Kolumbiens und zeigt, wie Interessen an Rohstoffen, Infrastruktur und Urbanisierung wasserbezogene Konflikte verschärfen – während indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften Widerstand leisten, Bedeutungen verteidigen und alternative Praktiken der Wassergestaltung entwickeln. Zum Beitrag „Putumayo-Colombia. Tensions and Resistance over Water…

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  • Ecoportrait: Mexiko

    Wie berichtet man über Umwelt- und Klima-Themen in Mexiko, wenn diese Arbeit zugleich gefährlich und prekär ist? In diesem Interview erklärt Fabián Carballo Vargas (Netzwerk mexikanischer Umweltjournalist:innen), warum Umweltjournalismus in einem Umfeld aus Megaprojekten, fehlenden Ressourcen und auch Bedrohungen häufig nicht nur Wissen, sondern ebenfalls Sicherheit, Netzwerke und Vertrauen in die Communities braucht.

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